Erfahren Sie, wie sie Schlafstörungen im Alter natürlich behandeln können

Je älter man wird, desto mehr treten Schlafstörungen auf.  Zugleich entstehen sehr oft gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel ein hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, oder eine Herzschwäche tritt auf. Aus diesen Gründen werden Schlafprobleme meistens übergangen. Zu wenig Schlaf durch das häufige Aufwachen kann aber diese Erkrankungen verschlimmern. Daraus folgt in der Regel der Abfall der Leistungsfähigkeit.  Es ist daher wichtig, Schlafstörungen nicht als harmlos zu bezeichnen.


Das Schlafverhalten verändert sich im Alter

Durch das Altern entstehen im Körper natürliche Veränderungen. Die Funktionen des Körpers werden langsamer. Auch die geistige Leistungsfähigkeit fällt ab. Zusätzlich verändert sich auch der Schlaf.  Vergleicht man die Anzahl der Schlafstunden zwischen einem Baby und einem Erwachsenen, erkennt man sofort den Unterschied. 

Ein Baby verschläft zum Beispiel 17 Stunden täglich. Davon rund die Hälfte im REM-Schlaf. Als Erwachsener hingegen schläft man nur noch rund 6 bis maximal 8 Stunden täglich. Die Zeit des REM-Schlafs sinkt auf ein Viertel der Zeit.  Je älter man wird, desto mehr verringert sich die Zeit des REM-Schlafs. Außerdem kommt es zu kürzeren oder auch längeren Wachphasen. Die Wachphasen reduzieren den Schlaf. 


Hinweis: Der REM-Schlaf ist der Zeitraum des Schlafes, indem sich der Blutdruck erhöht und der Herzschlag sowie die Atmung schneller werden.  Erkennen kann man das als Beobachter an den Augenbewegungen hinter den Lidern. Schlaf-Forscher denken, dass der REM-Schlaf den höchsten Anteil an Erholung für die Psyche darstellt. Dieses Stadium des Schlafes ist besonders wichtig für das Gedächtnis und das Lernen. Aus diesem Grund ist es für Menschen im höheren Alter sehr bedeutsam.


Unterschied zwischen Schlafstörungen und den Veränderungen des Schlafs im Alter?

Durch die Veränderungen im Alter während des Schlafes wird das Leistungsvermögen und das körperliche Befinden eingeschränkt. Nur, wenn man sich morgens erholt und ausgeschlafen fühlt, war der Schlaf der Nacht ausreichend. 


Beim Älterwerden  verändert sich auch der Tag- und Nachtrhythmus.  Man geht früher schlafen und wacht dadurch früher auf. Ehemalige Nachtmenschen werden dadurch zu Frühaufstehern.


Was stört den Schlaf, wenn man älter wird?

Es gibt unzählige Gründe, die den Schlaf negativ beeinflussen. Diese Gründe verändern den Schlafrhythmus. Zum Beispiel das Verringern der Beweglichkeit, die nachlassende Sehkraft und auch Erkrankungen der Augen. Ein älterer Mensch bewegt sich weniger im Freien, wodurch das Tageslicht nicht mehr so gut wahrgenommen wird. Das Tageslicht  beeinflusst den Schlafrhythmus auch sehr.  Zu kurze Aufenthalte im Tageslicht führen dazu, dass die Qualität des Schlafes negativ beeinflusst wird. Das haben Schlaf-Forscher bei ihren Untersuchungen festgestellt. 


Durch die Reduzierung der Bewegung und auch verminderte geistige Beschäftigung werden Schlafstörungen ebenfalls erhöht. Zusätzlich treten im Alter auch noch unterschiedliche Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Beschwerden des Magens, nächtliches Wasserlassen oder Lungen- und Herzerkrankungen auf. Auch Demenz und chronische Schmerzen tragen dazu bei, dass der Schlaf leidet. Aber auch Medikamente können die Schlafqualität reduzieren.


Die Ursache der Schlafprobleme feststellen

Treten Schlafprobleme regelmäßig auf und bleiben für längere Zeit bestehen, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ein Arzt kann feststellen, ob es sich um eine Schlafstörung handelt, die behandelt werden sollte. 

In der Regel werden Untersuchungen durchgeführt, wie zum Beispiel ein Bluttest oder ein EKG. Sind Schlafstörungen enorm, folgt auch sehr oft eine Überweisung in ein Schlaflabor.


Was kann man im Alter gegen Schlafstörungen unternehmen?

 Treten Schlafstörungen auf, sollte man daran denken, die Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen zu verändern. Eine Änderung kann dazu führen, dass der Schlaf wieder besser wird. 

  • So kann zum Beispiel das Schlafzimmer, also die Schlafumgebung, durch eine angenehme Beleuchtung ausgestattet werden. Eine neue Matratze kann auch helfen, wieder besser zu schlafen. 

  • Die Temperatur, bei der geschlafen wird, beeinflusst den Schlaf. Zu warm oder zu kalt führt dazu, dass der Schlaf schlechter wird. In der Regel werden 16 bis maximal 20 Grad als Ideal bezeichnet. 

  • Ein Fernseher oder Computer sollten ebenfalls nicht im Schlafzimmer sein. 

  • Vor dem zu Bett gehen sollte keine schwer verdauliche Nahrung zu sich genommen werden. Zwischen dem Essen und dem Schlafen sollte immer ein ausreichender Zeitabstand sein. 

  • Warmer Tee, warme Milch oder ein Spaziergang helfen dabei, dass der Körper auf die Nachtruhe eingestimmt wird. 

  • Rauchen vor dem Schlafengehen sollte vermieden werden. Nikotin hat eine anregende Wirkung. Der Schlaf wird damit vertrieben. 

  • Sehr wichtig ist auch ein geregelter Tagesablauf und eine festgelegte Schlafenszeit. 
  • Kaffee abends getrunken trägt ebenfalls dazu bei, dass der Schlaf nicht erholsam ist. Das gilt aber auch für grünen und schwarzen Tee sowie Cola. 

Ist durch den schlechten Schlaf ein Nickerchen während des Tages notwendig, sollte es vor 14 Uhr gehalten werden. Danach wirkt es sicher nachts negativ.


Pflanzliche Schlafhilfen für einen besseren Schlaf

Im Alter sollte man mit aller Art von Schlafmitteln sehr vorsichtig sein.  Pflanzliche Schlafhilfen haben sich mittlerweile als sehr nützlich erwiesen. Zu den pflanzlichen Hilfsmitteln für einen besseren Schlaf zählen: 

  • Lavendel 
  • Baldrian 
  • Melisse 
  • Hopfen

Diesen Pflanzen wird seit langer Zeit eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Als Tee zubereitet oder als fertiges Präparat, zum Beispiel als Kapsel oder Tropfen, können sie zu einem besseren Schlaf beitragen. Es sollte aber vor der Anwendung auf jeden Fall mit dem Arzt darüber gesprochen werden. 

Pflanzliche Mittel, sogenannte Homöopathie, helfen den meisten älteren Menschen sehr gut.  Sie entspannen den Organismus und tragen damit dazu bei, einen ruhigen Schlaf zu erhalten. Außerdem belasten pflanzliche Schlafhilfen den Organismus nicht, im Gegensatz zu Medikamenten.


Schlafmittel sollten weitgehend vermieden werden!

 

Viele ältere Menschen greifen bei Schlafstörungen gerne zu einem Schlafmittel.  Schlafmittel sollten im Alter aber nur dann eingenommen werden, wenn es ein Arzt verordnet. 

Werden Schlafmittel einfach so eingenommen, kann das dazu führen, dass die Auslöser der Schlafstörungen verstärkt werden. Außerdem kann es dazu kommen, dass das Sturzrisiko erhöht wird. Nicht zu vergessen, dass auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigt werden kann. Zudem kann Inkontinenz auftreten. 


Werden Schlafmittel regelmäßig eingenommen, gewöhnt sich der Körper daran. Ohne Schlafmittel kommt man nicht mehr zum Schlafen. Generell gilt, dass Schlafmittel nur dann eingenommen werden, wenn es unbedingt nötig ist. Nimmt man Schlafmittel ein, sollte dies nur in einem sehr kurzen Zeitraum passieren. Ein Arzt ist auf jeden Fall vorher zu befragen. Er stellt sicher, dass das Schlafmittel sicher gewählt wird und Risiken ausgeschlossen werden.


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